MD-Begutachtung
MD-Begutachtung – so bereiten Sie sich vor
Der MD-Hausbesuch entscheidet über Ihren Pflegegrad. Mit 6-Modul-Checkliste, Pflegetagebuch-Vorlage und unserer fachlichen Begleitung am Termin – kostenlos in Grimmen und Stralsund.
Wir sind auf Wunsch beim MD-Termin dabei · Pflegetagebuch + Checkliste · kostenlos

MD-Begutachtung – was beim Hausbesuch passiert
Der Medizinische Dienst (MD, früher MDK) begutachtet im Auftrag der Pflegekasse Ihren Pflegebedarf nach § 18 SGB XI. Der Gutachter bewertet bei einem Hausbesuch sechs Lebensbereiche – „Module" genannt – nach einem festen Punktesystem (Neues Begutachtungsassessment, NBA): Mobilität, kognitive Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Krankheitsbewältigung und Alltagsgestaltung. Aus den Punktwerten ergibt sich der Pflegegrad 1 bis 5.
Wer mit Pflegedienst-Begleitung in den MD-Termin geht, bekommt im Schnitt einen Pflegegrad höher.
Wir bereiten Sie kostenlos auf den MD-Hausbesuch vor: Pflegetagebuch-Vorlage, Checkliste mit den 26 Schlüsselfragen, Begleitung beim Termin auf Wunsch. Wer mit Pflegedienst-Unterstützung in die Begutachtung geht, bekommt erfahrungsgemäß einen Pflegegrad höher – weil reale Hilfebedarfe nicht unterschätzt werden. Termin schon? Pflegegrad-Antrag steht noch aus?

Die 6 Module der MD-Begutachtung.
Der MD bewertet bei jedem Modul den Grad Ihrer Selbstständigkeit. Die Punktwerte werden gewichtet zusammengezählt – ab 12,5 Punkten gibt es Pflegegrad 1, ab 90 Punkten Pflegegrad 5.
Mobilität
10 % GewichtungAufstehen, sich im Bett umdrehen, gehen, Treppensteigen, Sitzen halten. Der MD beobachtet, wie viel Hilfe Sie tatsächlich brauchen – nicht was Sie unter Anstrengung gerade noch können.
Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
15 % GewichtungPersonen erkennen, Orientierung in Zeit/Ort/Situation, Risiken einschätzen, Gefahren erkennen, Entscheidungen treffen, sich verständlich machen. Wichtig bei Demenz!
Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
15 % GewichtungNächtliche Unruhe, motorische Unruhe, Aggression, Ängste, Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, depressive Stimmungslagen. Konkrete Vorfälle dokumentieren!
Selbstversorgung
40 % Gewichtung – wichtigstes ModulWaschen, Duschen, Zähne putzen, Anziehen, Toilette, Essen und Trinken zubereiten und essen. 13 Einzel-Items! Das größte Gewicht – hier zählt jede Hilfe.
Krankheitsbewältigung
20 % GewichtungMedikamente, Verbandswechsel, Injektionen, Arzttermine, Therapien, Umgang mit Inkontinenzmaterial. Auch zählt: Telefonate für Termine, Begleitung zur Apotheke.
Alltagsgestaltung und soziale Kontakte
15 % GewichtungTagesablauf planen, Beschäftigungen, Kontakte pflegen, schlafen, Ruhen. Wer alleine isoliert lebt oder den Tagesablauf nicht mehr strukturiert bekommt, hat hier hohen Bedarf.
Häufige Fragen zur MD-Begutachtung.
Antworten auf die wichtigsten Praxisfragen – von Pflegetagebuch über Termin-Verschiebung bis Widerspruch bei zu niedrigem Pflegegrad.
Was passiert bei der MDK-/MD-Begutachtung – wie bereite ich mich vor?
Der Medizinische Dienst (MD, früher MDK) prüft sechs Module: Mobilität, Kognitive/kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen, Alltagsgestaltung. Wichtig: beschreiben Sie den schlechtesten Tag, nicht den besten – die Begutachtung ist eine Momentaufnahme. Wir bereiten Sie konkret vor: Welche Beispiele dokumentieren? Welche Hilfsmittel zeigen? Wer sollte mit dabei sein? Wir können auf Wunsch beim Termin anwesend sein – nicht als Stellvertreter, aber als Erklärungs-Hilfe.
Welche Fragen stellt der MD beim Hausbesuch?
Der Gutachter arbeitet eine standardisierte Liste aus 64 Items in den 6 Modulen ab. Beispiele: "Können Sie ohne Hilfe aufstehen?", "Wann haben Sie zuletzt Ihre Medikamente vergessen?", "Wer kocht für Sie?", "Wie oft kommen Besucher?", "Sind Sie nachts unruhig?". Der MD beobachtet, nicht nur fragt – er lässt Sie z.B. vorzeigen, wie Sie sich anziehen. Wir bereiten Sie mit allen 64 Items vor.
Was ist ein Pflegetagebuch und warum ist es wichtig?
Ein Pflegetagebuch dokumentiert über 1-2 Wochen Ihren Pflegebedarf in konkreten Beispielen: wann Sie Hilfe brauchen, wie lange, in welcher Form. Der MD-Gutachter ist beim einmaligen Besuch nur kurz da und sieht nicht den realen Alltag. Mit Pflegetagebuch können Sie Beispiele liefern, die der Gutachter sonst nicht erfassen würde – das hebt den Pflegegrad oft um 1 Stufe. Wir geben Ihnen eine erprobte Vorlage und füllen sie auf Wunsch gemeinsam mit Ihnen aus.
Kann ich beim MD-Termin Begleitung haben?
Ja, ausdrücklich erwünscht. Eine Person Ihres Vertrauens (Angehöriger, Pflegedienst, Betreuer, Nachbar) darf dabei sein und auch antworten. Vorteil: Außenstehende sehen oft realistischer was Sie täglich brauchen – Pflegebedürftige neigen aus Höflichkeit oder Scham dazu, Probleme zu verharmlosen. Wir kommen auf Wunsch kostenlos mit – das hat sich in vier Jahren Praxis als größter Hebel für einen passenden Pflegegrad erwiesen.
Was passiert, wenn der MD-Termin nicht passt oder verschoben werden muss?
Sie können den Termin einmal ohne Begründung verschieben – einfach beim MD anrufen oder bei Ihrer Pflegekasse melden. Wichtig: der neue Termin sollte zeitnah liegen, sonst verlieren Sie keine Rechte, aber der Bescheid verzögert sich. Bei krankheitsbedingten Verhinderungen ist eine Ärztliche Bescheinigung sinnvoll. Wir helfen bei der Kommunikation mit dem MD.
Was kann ich tun, wenn der zugewiesene Pflegegrad zu niedrig ist?
Sie haben einen Monat Zeit ab Bescheid-Eingang Widerspruch einzulegen – formlos schriftlich an die Pflegekasse, mit Begründung. Der Widerspruch hat aufschiebende Wirkung. Die Pflegekasse beauftragt dann ein Zweitgutachten, oft durch einen anderen MD-Gutachter. Bei jedem zweiten Widerspruch wird der Pflegegrad korrigiert (Statistik 2024). Wir begleiten Widerspruchsverfahren kostenlos – auch beim Zweittermin sind wir gerne dabei.
Themen, die vor und nach der Begutachtung wichtig werden.
Die MD-Begutachtung ist der zentrale Schritt im Pflegegrad-Verfahren. Diese Themen können Sie davor und danach brauchen.

Pflegegrad beantragen
Ohne Antrag keine Begutachtung. Unser Ratgeber führt durch die 5 Schritte vom Antrag bis zum Bescheid.
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Pflegeberatung (Übersicht)
Persönliche Beratung zu allen Pflegethemen – kostenlos als § 7a SGB XI Anspruch.
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Verhinderungspflege beantragen
Mit Pflegegrad 2+ haben Sie Anspruch – wir machen den Antrag bei AOK/DAK/TK.
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Entlastungsbetrag 131 €
Ab Pflegegrad 1 stehen Ihnen 131 €/Monat für Betreuung und Hauswirtschaft zu. Wir rechnen direkt ab.
Mehr zur Entlastungsbetrag 131 €Wir begleiten Sie zum MD-Termin.
Ein Anruf reicht. Wir besprechen, was der Gutachter fragen wird, füllen mit Ihnen das Pflegetagebuch und sind auf Wunsch beim Termin dabei. Kostenlos und unverbindlich.
Mo–Fr 8–15 Uhr · Persönliches Gespräch ohne Warteschleife
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