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Hansepflege-Ambulant
Wundversorgung & spezielle Pflege

Palliativpflege ambulant – Begleitung in der letzten Lebensphase zu Hause

Die meisten Menschen wuenschen sich, zu Hause zu sterben. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) macht das moeglich – mit Symptomkontrolle, 24/7-Erreichbarkeit und einfuehlsamer Begleitung.

28. Mai 2026

Pflegekraft haelt einfuehlsam die Hand eines ruhenden aelteren Menschen im hellen Schlafzimmer

Etwa drei von vier Menschen wünschen sich, zu Hause zu sterben – tatsächlich ermöglicht wird das nur etwa jedem Vierten. Mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) ist die haeusliche Begleitung in der letzten Lebensphase auch bei komplexer medizinischer Situation möglich.

Was ist Palliativpflege?

Palliativpflege ist nicht Heilung, sondern Linderung. Sie richtet sich an Schwerkranke mit begrenzter Lebenserwartung. Ziel: Symptome wie Schmerz, Atemnot, Uebelkeit, Angst kontrollieren – damit die letzte Lebensphase mit so viel Lebensqualität wie möglich verbracht werden kann.

Drei Versorgungs-Optionen

  • Ambulante Palliativversorgung (APV): Hausarzt und ambulanter Pflegedienst – fuer weniger komplexe Faelle, weiterhin Hauptversorger
  • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV): für komplexe Symptomatik – Palliativ-Team rund um die Uhr erreichbar, multiprofessionell (Arzt, Pflege, Psychologe)
  • Stationaeres Hospiz: wenn häusliche Versorgung nicht möglich ist – Wohn-Einrichtung mit palliativer Pflege

SAPV im Detail

SAPV ist eine gesetzliche Leistung der Krankenkasse (Paragraf 37b SGB V). Voraussetzung: aerztliche Verordnung mit der Begruendung, dass eine besonders aufwaendige Versorgung notwendig ist – etwa wegen unkontrollierter Schmerzen, schwerer Atemnot oder komplexer Wundversorgung in der Endphase.

  • Multiprofessionelles Team: Palliativ-Arzt, Pflegefachkraefte mit Palliativ-Care-Weiterbildung, Sozialarbeiter, Psychologen, Seelsorger
  • 24/7-Erreichbarkeit – Notfälle werden zu Hause statt im Krankenhaus geloest
  • Symptomkontrolle: Schmerztherapie, Atemnot, Übelkeit, Angst
  • Beratung der Angehörigen, Trauerbegleitung danach
  • Kostenübernahme komplett durch Krankenkasse, keine Zuzahlung der Patienten

Was Angehörige bei der Pflege übernehmen

Angehörige sind in der Palliativbegleitung enorm wichtig – aber sie übernehmen keine medizinische Versorgung. Ihre Rolle:

  • Da-sein, Zuhören, Halten
  • Vertraute Kleinigkeiten organisieren (Lieblings-Musik, Foto-Album, Bettlaken)
  • Kommunikation mit Ärzten und Pflegedienst
  • Sich selbst Pausen gönnen – Verhinderungspflege oder ehrenamtliche Hospiz-Begleitung nutzen

Ehrenamtliche Hospiz-Begleitung

Hospiz-Vereine begleiten Schwerkranke zu Hause kostenfrei – stundenweise. Ein ehrenamtlicher Begleiter sitzt mit dem Patienten, liest vor, haelt die Hand, waehrend die Angehoerigen einkaufen oder schlafen. In Vorpommern-Rügen aktive Hospiz-Vereine in Stralsund, Greifswald und Grimmen.

Wann SAPV beantragen?

Früh – nicht erst, wenn die Lage akut wird. Eine SAPV-Verordnung ueber den Hausarzt oder den behandelnden Klinikarzt kann Wochen oder Monate vorher gestellt werden. Die Versorgung passt sich dem Verlauf an.

Pflegegeld und SAPV

Wer einen Pflegegrad hat, bekommt Pflegegeld oder Pflegesachleistung weiter. SAPV ist eine zusätzliche Leistung der Krankenkasse, die parallel läuft. Verhinderungspflege für entlastende Pausen ist ebenfalls möglich.

Trauerbegleitung danach

Viele SAPV-Teams und Hospiz-Vereine bieten Trauerbegleitung für Angehörige nach dem Tod – Gesprächskreise, Einzelgespräche, Trauer-Cafes. Wichtig: das eigene Trauern ernst nehmen, Hilfe suchen wenn nötig.

Wir begleiten Sie sensibel

Wenn Sie in Grimmen oder Stralsund einen Angehörigen palliativ begleiten möchten, sprechen wir mit Ihnen über die Optionen. Termin ueber unseren Kontakt.

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